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27. April 2011   Pressemitteilungen

Mindestlohn statt Lohndumping

In den vergangenen Tagen haben die Tarifrunden für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel begonnen. Trotz exorbitantem Gewinn  sinken  proportional dazu die Gehälter der Einzelhandelsbeschäftigten.

Von der Beteiligung am Gewinn kann keine Rede sein. Schlimmer noch: In diesem Bereich geht es um  Existenzen! Befristete Arbeitsverträge, "Kettenverträge", Sanktionen durch Arbeitsvermittler bei Arbeitslosigkeit, Praktika und Probezeiten gehören gerade im Einzelhandel  immer mehr zum Standard. So genannte Ketten überfluten den Markt. „Tante-Emma-Läden“ hingegen existieren so gut wie gar nicht mehr und wenn, bleibt der Einkauf im kleinen Büdchen unbezahlbarer Luxus.

Gespräche zwischen KundInnen und VerkäuferInnen sind so gut wie ausgeschlossen, wirkliche Beratung findet nicht mehr statt, weil immer weniger Fachkräfte und immer mehr ungelernte Aushilfen eingesetzt werden, um eine Arbeit zu skandalösen und unzumutbaren Gehältern zu verrichten.

Zusätzlich stehen die Einzelhandelsbeschäftigten  unter enormen Druck durch ihre Arbeitgeber. Jeder Fehler wird geahndet und führt mitunter zur Kündigung! Druck den auch der Kunde/ die Kundin spürt. Bei Überfällen auf Filialen werden die Beschäftigten mit den physischen und psychischen Folgen weitgehend allein gelassen. Schlimmer noch: Oft verlieren Einzelhandelsbeschäftigte ihren Arbeitsplatz, weil sie nach solch einschneidenden Erlebnissen nicht mehr in der Lage sind, ihren Beruf auszuüben. Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und der wirtschaftliche Ruin sind fast immer die Folgen. Das sollte uns bei unserem nächsten Einkauf, egal wo, zu denken geben. Jeder  dieser Verkäufer und jede dieser Verkäuferinnen verdient unseren  Respekt!

Das Absurde: Da will die Stiftung Help and Hope jetzt auch noch Jugendarbeit in Herne betreiben, finanziert vom Billigdiscounter KiK. Jugendliche werden schon auf Billigjobs vorbereitet! Betteln. Warum geht KiK nicht mit gutem Beispiel voran und zahlt seinen MitarbeiterInnen existenzsichernde Gehälter? Warum werden Angestellte zu Aufstockern gemacht und gleichzeitig gibt man sich besorgt um das Wohl der Kinder und Jugendlichen dieser Aufstocker? Da entsteht der Eindruck, dass es sich hierbei nur um eine Werbekampagne handelt.

Der Kreisverband der LINKEN in Herne/ Wanne-Eickel ruft dazu auf, sich am diesjährigen Tag der Arbeit am 1. Mai zu beteiligen und sich gemeinsam mit den Gewerkschaften für gute Arbeit und faire Löhne einzusetzen!

Um 10.30 Uhr formiert sich der Zug am Westring, Ecke Cranger Straße. Ab 11 Uhr findet ein Familienfest auf dem Rathausvorplatz in Herne statt.

Anschließend (ab 16 Uhr) lädt der Kreisverband der LINKEN in Herne zum Filmnachmittag „Helden der Arbeit“ ins Parteibüro auf der Hauptstr. 181 ein.

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