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23. September 2013  

Kein Grund zum Weinen!

Aber auch kein Grund zum Lachen! Dafür ein Grund zum Nachdenken!

Zum Ergebnis der Bundestagswahl

Eine Kanzlerin Merkel, die lautlos ihre sozialdemokratische Politik von Rente mit 67, Wirtschaftsförderung für die Deutsche Bank auf Kosten europäischer Länder oder Privatisierung in der Krankenversicherung weiterführt, wurde bestätigt. Eine Hartz IV-Sozialdemokratie, vertreten durch Peer Steinbrück, seit 2005 Mitorganisator dieser Mutti-Politik und ein Vertreter der Höchstlohntheorie für Vortragsreisende, ebenfalls.

Unverständliche Bestätigungen auf Kosten des Sozialem, des Friedenschaffens. Auf Kosten von "mehr Demokratie wagen"! Mindestlohn 10 Euro? Bleibt ein Wunsch! Kriegseinsätze nirgendwo? Das Nirgendwo beginnt weiterhin konkret bei unerlaubten Giftgasen für Syrien und am Horn von Afrika. Direkte Demokratie wird direkt hinter verschlossenen Türen im Kanzleramt oder den Energiekonzernen praktiziert - was wollen wir also?

Trotzdem: Scheinbar haben wir als Partei gewonnen! Denn wir sind nun als die drittgrößte Fraktion im Bundestag die einzige Oppositionspartei zu Angela Steinbrück! Denn wir haben uns mit erzielten 8,6 % auf hoher Basis konsolidiert!

Ein bundesweites Ergebnis, dass sich auch in Herne wiederspiegelt: Auch hier bleiben  wir die drittstärkste Kraft. Sogar um ein Vielfaches deutlicher vor den Bündnisgrünen als im Bund! Auch hier haben wir uns auf hohe 8 % stabilisiert – immerhin das zweitbeste jemals erzielte Ergebnis einer Linken Partei bei einer Wahl in Herne ist.

Zufriedenstellend ist das Ergebnis dennoch nicht: Die Verluste gegenüber 2009 sind erheblich. Wir haben Wählerinnen und Wähler verloren. Bundesweit allein 360.000 an die SPD, in Herne insgesamt mehr als 3000. Jeder Verlust ist eine Einzelstimme, die eigentlich keine Peer Angela Politik haben wollten und doch Merkel und Steinbrück gewählt haben.

Das stimmt nachdenklich!

Daniel Kleibömer