Aktuell

26. Juli 2014   Pressemitteilungen

Den Krieg in Gaza beenden!

„Wir sind froh, dass es in Deutschland auch Demonstrationen gibt, wie die am vergangenen Mittwoch in Bremen ´Für Gerechtigkeit und Frieden in Palästina`, die  friedlich verliefen und wo es den Organisatoren gelungen ist, antisemitische Äußerungen weitgehend zurückzudrängen“, erklärt Markus Dowe, Kreissprecher DIE LINKE. Herne/ Wanne-Eickel.

Veronika Buszewski, stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Herner Rat ergänzt: „Ereignisse wie in Berlin, Frankfurt, Nürnberg,  Essen und Köln, wo es am Rande oder im Anschluss an propalästinensische Demonstrationen zu verbalen und physischen Angriffen auf pro-israeliasche bzw. jüdische  BürgerInnen gekommen ist, dürfen sich nicht wiederholen. Auch Angriffe auf Einrichtungen der Erinnerungen wie auf das Shoa Denkmal in Herne letzte Woche oder  auf Einrichtungen der jüdischen Gemeinde wie der Anschlag auf die Synagoge in Gelsenkirchen erfüllen uns mit großer Sorge.“

Markus Dowe weiter: „Der massive militärische Angriff der israelischen Armee im Gazastreifen und die jahrelangen, täglichen Raketenangriffe der Hamas auf Israel müssen gestoppt werden. Wir können all jene verstehen, die sich angesichts der Opfer, der Bedrohung und der Mobilisierung von Hass solidarisieren wollen – weil sie Angehörige und Freunde in Israel und den palästinensischen Gebieten haben, weil sie sich jeweils berechtigten Positionen und Betroffenheiten verbunden fühlen, weil es die Notwendigkeit gibt, Stellung gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus zu beziehen. Wir verstehen aber auch diejenigen gut, die sich in diesen Tagen kaum in der Lage sehen, Solidarität zu üben, solange Empathie ´für die eine Seite` offen oder stillschweigend Ignoranz gegen ´die andere Seite` meint oder als solche (miss)verstanden wird.“

Für Israelis und PalästinenserInnen und diejenigen, die ihnen verbunden sind, ist es gerade im Moment kaum erträglich, als ‚eine von zwei Konfliktparteien‘ angesprochen zu werden.  Dennoch tragen sie die Verantwortung, den Konflikt zu beenden. Dazu wird mehr gehören als der unerlässliche Waffenstillstand, der Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen und das Ende der Raketenangriffe durch die Hamas. Es gibt keine Alternative zu erneuten Verhandlungen. Es wird keinen Frieden geben ohne gerechte Verhältnisse. Und es wird keine Gerechtigkeit geben ohne ihre Voraussetzungen: eine unmissverständliche, breit getragene und belastbare Anerkennung des Existenzrechts Israels durch die palästinensischen Autonomiegebiete, und ein ebenso unmissverständliches, breit getragenes und belastbares Bekenntnis zum Ziel eines lebensfähigen, autonomen und souveränen palästinensischen Staates neben Israel. Solidarität, die dazu nicht beiträgt, ist nicht geeignet, den Konflikt zu beenden. Die Unterstützung der berechtigten Anliegen jeweils beider Seiten darf nicht beinhalten, die vermittelnde Arbeit an friedlichen Perspektiven und Verständigung sein zu lassen.

Jürgen Klute, ehemaliges LINKE-Mitglied im Europaparlament aus Herne und dort u.a. mit Konsultationen im Türkisch-Kurdischen Konflikt befasst, nimmt dazu Stellung: „Das erste Opfer im Krieg ist nicht ´die Wahrheit`, sondern die Politik. Krieg ersetzt das Ringen um Konfliktlösung durch den irrwitzigen Glauben an Sieg und Sühne. Krieg ersetzt das Bemühen um beiderseitig lebensfähige Lösungen durch den Irrglauben, man könne stattdessen sich und alle anderen davon überzeugen, dass man hundertprozentig Recht hat und der andere hundertprozentig Unrecht und sich einfach nur in Luft auflösen muss. Viele Menschen in Israel und Palästina wissen, dass sich keine Seite zu 100 Prozent durchsetzen wird und dass Kompromisse notwendig sind. Wir stehen an der Seite aller, die in ihrem Lager trotz massiven Drucks dafür eintreten, dass man vielleicht nur zu 70 oder 80 Prozent Recht hat. Die historische Wahrheit liegt sicher nicht genau in der Mitte. Aber die historische Wahrheit ist irgendwann auch irrelevant. Gestorben wird heute, und das Sterben muss heute beendet werden.“

Am 24.9 DIE LINKE wählen!

 

Kontakt

DIE LINKE. in Herne / Wanne-Eickel

Hauptstraße 181 * 44652 Herne
02325 654049/-51 * 01523 8224681
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Büroöffnungszeiten:
Di - Fr 10.00 - 12.00; Di - Do 15.00 - 17.00

Herner Sparkasse
IBAN: DE03 4325 0030 0001 0257 58
BIC: WELADED1HRN

Die nächsten Termine

Keine Termine

Bundestagswahl Gesundheit

Gesundheutsversicherung